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Die Technik - The Technique

Wie funktioniert das Nadelbinden?

How does Nalbinding Work?

 

Das Nadelbinden ist eine der einfachsten und ursprünglichsten Techniken, um aus einem Faden oder Garn einen Stoff zu erzeugen - daher wurde es auch schon in der Steinzeit verwendet. Im Prinzip wird einfach nur der Faden mit sich selbst verschlungen (egal ob mit oder ohne die Hilfe einer Nadel). Allerdings kann man dieses Verschlingen ganz "einfach" gestalten, oder aber in immer neuen Mustern und Kombinationen unzählige Schlingen miteinander verbinden.

Nalbinding is one of the most simple and original techniques to create a fabric out of yarn - this is the reason why it was already used in the Stoneage. Basically the yarn is just looped around itself (and this can be done with or without a needle). This looping can be done very simple or in complex ways, designing new patterns by connecting different loops with each other.

Im Gegensatz zum Stricken oder Häkeln, bei dem man direkt vom Knäuel, quasi mit einem Endlosfaden arbeiten kann, ist beim Arbeiten mit einer normalen Nadel mit Öhr die Fadenlänge begrenzt, und man muss regelmäßig neue Fadenstücke ansetzen.

In contrast to working with a theoretically endless yarn while knitting or crochet, working with a nalbinding needle requires working with short lenghts of yarn. New pieces of Yarn have to be added frequently.

Einfache Stiche können zur Herstellung offener, netzartiger Stoffe verwendet werden, beispielsweise für Trage- oder Fischernetze. Aber es ist auch möglich mit einfachen Stichen sehr dichte Textilien herzustellen. Komplexe Stiche erzeugen eher dichte und festere Textilien, die wegen ihrer Elastizität (im Gegensatz zu Geweben oder Leder) vor allem für Hand- und Fußbekleidung, sowie für Kopfbedeckungen beliebt waren. Abhängig von der Wahl und Anzahl der durchstochenen Schlingen gibt es unglaublich viele Stichvarianten, von denen manche aus archäologischen Funden bekannt sind (sie tragen dann oft den Namen des ersten Fundortes, z.B. Oslo- oder Mammen-Stich).

Simple stitches can be used for making open, netlike structures for nets or bags. But simple stitches can also be worked quite compact. Using complex stitches usually creates warm and dense textiles that have been used primarily for hand- and footwear or hats because of their elasticity (in contrast to woven textiles or leather). Depending on the number and choice of picked up stitches there are countless variants. Some of these are known from archaeological finds and are often named after the place they have been found (e.g. Oslo or Mammen stitches).

Fotos verschiedener Stichtypen / Pictures of different stitches

Die verschiedenen Stiche bei archäologischen Fundstücken zu erkennen oder gar zu beschreiben ist nicht ganz einfach. Es gibt verschiedene Klassifikationssysteme um die Stiche zu benennen. Die bekanntesten Stiche werden der Einfachheit halber meist nach ihrem Fundort benannt, für die technische Erläuterung benutzt man heute meist die Notifikation nach Hansen (Hansen, Egon H., Nalebinding: definition and description. In: Textiles in Northern Archaeology, Textile Symposium in York, North European Symposium for Archaeological Textiles Monograph 3, NESAT III, London Archetype Publications, 1990, 21-27).

Describing different stitches is not easy. There are different systems to classify nalbinding stitches, but the most common is the Hansen notation. (Hansen, Egon H., Nalebinding: definition and description. In: Textiles in Northern Archaeology, Textile Symposium in York, North European Symposium for Archaeological Textiles Monograph 3, NESAT III, London Archetype Publications, 1990, 21-27).